Die Regisseurin Janicke Askevold aus aus Norwegen gewinnt den Ökumenischen Preis der Kirchen am Locarno Film Festival. Im Zentrum ihres Films steht eine Journalistin und alleinerziehende Mutter, die den Vater ihres Kindes kennenlernen möchte.
Gestern sind die 77. Filmfestspiele in Cannes mit der Verleihung der Preise zu Ende gegangen. Die Liste der Preisträgerinnen wurde über den gesamten Globus hinweg in allen Nachrichten bekanntgegeben. Weniger bekannt ist, dass an allen Orten der großen Filmfestivals eine ökumenisch und international besetzte Jury aus allen Kontinenten und christlichen Konfessionen zusammenkommt.
2024 war das Jahr der Frauen in Cannes, was sich unübersehbar bei den Preisen niederschlug. Die Goldene Palme ging zwar an einen Mann, den Amerikaner Sean Baker, mit Mikey Madsen hat sein Film „Anora“ allerdings eine kämpferische weibliche Hauptdarstellerin. In seiner Dankesrede widmete Baker den Preis allen weiblichen Sexarbeiterinnen.
Einen politischen Höhepunkt hatte man sich in Cannes für das Finale aufgehoben, den Film „The Seed of the Sacred Fig“ (Die Saat des heiligen Feigenbaums) von Mohammad Rasoulof. Unter den Bedingungen der iranischen Zensur wirkt Rasoulofs Film wie ein suizidales Projekt.
Das Festival von Cannes geht zu Ende und allenthalben wird spekuliert, wer in diesem Jahr die Goldenen Palme gewinnen könnte. Die New York Times sieht zwei Filme vorne, die überall als Favoriten gehandelt werden. Eine vorläufige Bilanz.
In Cannes liebt man die großen Namen des internationalen Autorenkinos und lädt sie gerne in den Wettbewerb ein - in diesem Jahr unter anderem Paul Schrader und Jia Zhang-ke. Fortsetzung der Festivalberichterstattung von Peter Paul Huth.
Vielleicht ist das Kino der ideale Ort, um Fragen fluider Identität ins Bild zu setzen. In aktuellen Debatten wird unter dem Label ‚gendergerechte Sprache‘ linguistische Sensibilität für partikulare Identitäten eingefordert. Andererseits werden in der ‚flüssigen Moderne‘ (Zygmunt Bauman) geschlechtsspezifische Grenzen aufgehoben.
In seiner Berichterstattung von Cannes setzt sich Peter Paul Huth mit Sean Bakers "Anora" und Kirill Serebrennikovs "Limonov: The Ballad" auseinander.
Peter Paul Huth setzt sich in seiner Berichterstattung zum Filmfestival von Cannes 2024 mit den Filmen von George Miller, Francis Ford Coppola und Ali Abbasi auseinander.
In den ersten Tagen erlebte man in Cannes einen vielversprechenden Festivalauftakt mit eindrucksvollen weiblichen Protagonistinnen, so Peter Paul Huth in seinem Eröffnungsbericht zu Cannes 2024.
Es war Xue Mengzhus Einfall, englischen Text in chinesische Lautschrift zu übersetzen und von der Großmutter der Protagonistin ihres Films vorlesen zu lassen. Damit brachte sie für uns als Ökumenische Jury das Paradox, Sprache gleichzeitig als Barriere und als Befreiung zu erleben, auf beeindruckende Weise ins Bild. Alexandra Palkowitsch und Phil Rieger kommentieren die Auszeichnungen der Ökumenischen Jury im internationalen Wettbewerb der Oberhausener Kurzfilmtage 2024.

Dossier

Die Listen dieses Dossiers fassen die kirchlichen Filmauszeichnungen vergangener Jahre zusammen.

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