seit vielen Jahren, genauer gesagt seit 20, scheint mich eine unsichtbare Aura zu umgeben.
Lassen Sie es mich gleich zu Anfang offen legen: Ich kenne die DDR nicht.
Die Wertedebatte spielt innerhalb des Kinos wieder eine grosse Rolle. Zahlreiche Filme an der Berlinale beschäftigten sich mit Familienwerten, Solidarität und der Integration von traumatisierten Kriegsopfern. Die ökumenische Jury vergab ihren Preis an "Lille Soldat – Little Soldier" von Annette K. Oleson. Die peruanische Regisseurin Claudia Llosa – Gewinnerin des Goldenen Bären – zeigt die Auswirkungen des Krieges anhand eines Frauenschicksals in "La teta asustada – Milch des Leidens". Im Panorama ragte der Migrationsfilm "Welcome" heraus, weil auch hier die Frage nach der politisch wirksamen Nächstenliebe gestellt wird.
Aus Anlass des Festivaljubiläums zeichnet Antje Peters-Hirt, Journalistin aus Lübeck und Präsidentin der INTERFILM-Jury 2008, die Entwicklung des Festivals nach.
Bei der Mostra del Cinema, den Internationalen Filmfestspielen von Venedig (27. August-6. September 2008), war INTERFILM erstmals offiziell vertreten. Während des Festivals veranstaltete INTERFILM gemeinsam mit der italienischen Partnerorganisation Associazione protestante Cinema „Roberto Sbaffi“ und der katholischen Filmorganisation in Italien, der Fondazione Ente dello Spettacolo, eine Podiumsdiskussion zum chinesischen Gegenwartskino. Karsten Visarius, Executive Director von INTERFILM, eröffnete die Diskussion mit dem folgenden Vortrag.
Dossier
Für INTERFILM hat Peter Paul Huth das Festival de Cannes 2026 beobachtet und ausführlich darüber berichtet. Seine Texte sind in diesem Dossier zusammengestellt.