Peter Paul Huth kommentiert zustimmend die Preisverleihung in Venedig 2026 und hebt insbesondere den Gewinner des Goldenen Löwen, "Kvinde Ukendt" (Unknown Woman) von May el-Toukhy und "Un bon petit soldat" von Stéphane Brizé hervor, der den Preis für das beste Drehbuch und den Preis der INTERFILM-Jury erhielt.
Einen "Helden des Kapitalismus" porträtiert Alex Gibneys Dokumentarfilm "Musk", während "DAU" von Il'ja Chržanovskij die Opfer des Stalinismus heraufbeschwört.
Zwei politische Filme erregen die Aufmerksamkeit in den letzten Tagen des Festivals. "Naza" von Yuval Abraham und Rachel Szor dokumentiert in Aussagen von israelischen Armeeangehörigen die Strategien des Krieges in Gaza, die die Hamas ebenso wie die Zivilbevölkerung im Fokus haben. "Ritorno a Buenos Aires" von Mario Bechis erinnert an die Folter in der Zeit der argentinischen Militärherrschaft.
Florian Zellers "Bunker" handelt von einem Beziehungsdrama, mit Penelope Cruz und Javier Bardem als Protagonisten, während "Kvinde Ukendt" (Unknown Woman), der einzige von einer Regisseurin gedrehte Wettbewerbsbeitrag in Venedig 2026, von der Abhängigkeit von Frauen und der bedenkenlos gegen sie gerichteten (Alltags-)Gewalt in Dänemark kurz nach Ende des Zweiten Weltkriegs erzählt.
Vier italienische Filme hat Venedig 2026 im internationalen Wettbewerb programmiert, darunter "Succederá questa notte" (It Will Happen Tonight) von Nanni Moretti, "The Echo Chamber" von Andrea Pallaoro und "L'Estranea" (The Spiral) von Paolo Strippoli.
Mit verdrängter Schuld setzt sich Paul Scheaders „The Basics of Philosophy“ auseinander, mit Gewalt und Leidenschaft von Jugendlichen in einer psychiatrischen Einrichtung Cédric Kahns „15/18 – A Place to Heal“.
Zwei Filme zu Beginn des Festivals in Venedig 2026 beschäftigen sich mit imperialen Verwicklungen Amerikas im 20. Jahrhundert: "Wild Horse Nine" von Martin McDonagh und "Why Did You Kill People, Mr. Nelson?" von Shinya Tsukamoto.
INTERFILMs Festival-Korrespondent Peter Paul Huth berichtet über die Eröffnung der 83. Mostra Internazionale d'Arte Cinematografica.
INTERFILM-Mitglied Hans-Martin Gutmann spannt einen erzählerischen Bogen von seinem Aufbruch zum KVIFF 2026 über seine Arbeit in der Ökumenischen Jury des Festivals und ihrer Entscheidung über den Preisträger bis zu seiner Rückkehr.
"Was haben wir gelacht" von Eva Müller und Isabel Schneider und "Lieblingsmenschen - Die außergewöhnliche Freundschaft von Agnes & Amir" von Helena Hufnagel sind die Gewinner des One-Future-Preises (ex aequo) beim Filmfest München 2026.
Über Filme von Juan Antonio Bardem, Paul Thomas Anderson und mit Irène Jacob

Dossier

Die Listen dieses Dossiers fassen die kirchlichen Filmauszeichnungen vergangener Jahre zusammen.

Movie search