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Cluj-Napoca

Die Ökumenische Jury beim 25. Transilvania International Film Festival (TIFF) 2026 vergab ihren mit 1000.- € dotierten Preis an "Truly Naked" von Muriel d'Ansembourg (Niederlande, Belgien, Frankreich 2026). Es ist der erste Langfilm der Regisseurin. Der Hauptpreis des Festivals, die Transilvania Trophy, gewann "Lionel" (Spanien, Frankreich 2026) von Carlos Saiz. Die Fipresci-Jury, deren Preis für einen Film aus der Sektion Romanian Days bestimmt ist, zeichnete "Don't Let Me Die" (Nu mă lăsa să mor, Rumänien, Bulgarien, Frankreich 2026) von Andrei Epure aus. Den Ehrenpreis der Jubiläumsausgabe des Festivals erhielt die italienische Schauspielerin Ornella Muti.

SIGNIS Romania hatte für die Dauer des Festivals erstmals für junge SIGNIS- und INTERFILM-Mitglieder ein Ausbildungsprogramm für künftige Mitglieder ökumenischer Jurys organisiert, das nach dem Historiker, Anthropologen und früheren Koordinator des SIGNIS Cinema Desk den Titel "Guido Convents Training Program" trug. Zum Abschluss des Festivals vergaben die 6 Teilnehmer des Programms einen Preis an einen Film aus dem Programm für rumänische Kurzfilme, "Margini" (Edges) von Roberta Șerban.

TIFF.25 wurde eröffnet mit einem Film des Regisseurs und Festivaldirektors, Tudor Giurgiu: "3 Days in September" (3 zile în septembrie, Rumänien 2026). Die Ökumenische Jury verleiht seit 2024 ihren Preis an einen Film des internationalen Wettbewerbs.

Link: Festival-Website

2026

Der Film TRULY NAKED unterscheidet klar zwischen sexuellem Missbrauch, reiner Liebe und Zärtlichkeit. Er entlarvt erfolgreich die Welt der Pornografie und verfolgt dabei die ambivalente Beziehung zwischen einem Vater und seinem Sohn. Der Film führt zu einer veränderten Wahrnehmung der expliziten Fotos und Videos, in denen wir – oft verzweifelte – Menschen sehen.

Im Mittelpunkt des Films steht eine tiefgründige Reflexion über den Unterschied zwischen Darbietung und authentischer Begegnung, zwischen dem Beobachten von Intimität und dem tatsächlichen Erleben derselben. Durch seine einfühlsame und zutiefst menschliche Erzählweise erinnert uns der Film daran, dass echte Verbundenheit nicht künstlich hergestellt oder vorgetäuscht werden kann, sondern durch Vertrauen, Verletzlichkeit sowie gegenseitige Begegnung und Anerkennung entsteht. Der Film lädt dazu ein, über Etiketten, Vorurteile und gesellschaftliche Stigmatisierung hinauszuschauen, um die Würde jedes einzelnen Menschen anzuerkennen.

Die ökumenische Jury empfiehlt diesen Film für Vorführungen und Diskussionen insbesondere mit jungen Menschen, um deren Urteilsvermögen hinsichtlich der Inhalte in den Online-Medien zu schärfen.

Jury

Ökumenische Jury

Die Jury verleiht einen von INTERFILM und SIGNIS mit 1000.- € dotierten Preis.

Präsidentin
President

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