25. Internationales Filmfestival für Kinder und junges Publikum SCHLINGEL

10.10.2020 bis 17.10.2020
Chemnitz

"Die Reise des Prinzen" von Jean-François Laguinie und Xavier Picard (Frankreich 2020) gewann den Preis der Ökumenischen Jury in Chemnitz 2020. Eine Lobende Erwähnung erhielt "Schwesterchen" von Alexander Galibin, dem auch der Preis der Stadt Chemnitz zugesprochen wurde. Den Hauptpreis der Sächsischen Landesmedienanstalt (SLM) errang "Moon Rock for Monday" von Kurt Martin (Australien 2020). Über weitere Preisträger und die besondere Atmosphäre des Festivals im Jahr 2020 berichtet Eleonore Sladeck, Mitglied der Ökumenischen Jury, in ihren ausführlichen Festivalimpressionen (siehe unten).

Link: Festival-Website

Auszeichnungen

Die Reise des Prinzen
2019

Der unterhaltsam-intelligente Animationsfilm versteht es auf einfühlsame Weise, mittels einer Parabel von unterschiedlichen Zivilisationen und Verhaltensweisen zu erzählen. Er entführt in eine Welt von Affen in menschlicher Gestalt. Dieses Gleichnis lädt ein zu einer Reise, den Menschen als Krone der Schöpfung aus der eigenen und der fremden Perspektive zu hinterfragen. Der Film vermag alle Generationen zur Reflexion über universelle ethische Werte anzuregen.

Schwesterchen
2019

Der klassisch erzählte, zu Herzen gehende Kinderfilm führt in ein abgelegenes baschkirisches Dorf gegen Ende des Zweiten Weltkrieges. In den Streichen des 6-jährigen Jamil spiegeln sich diese Zeit und die Sehnsucht nach der Rückkehr seines Vaters von der Front. Mit der liebevollen Aufnahme des verängstigten Waisenmädchens Oksana in die Familie wird  ein eindringliches Bild von Freundschaft, Vertrauen Verantwortung und Zuversicht vermittelt.  Herausragend: die Leistungen der beiden jungen Hauptdarsteller.

Mehr zum Festival

Unter Corona-Bedingungen und den ständigen Befürchtungen von verschärften Auflagen und Hygienevorschriften oder urplötzlichem Abbruch ein Jubiläum auch noch mit Bravour zu stemmen, das grenzte schon ans Unmögliche. Nicht grundlos sprach Festivalleiter Michael Harbauer am Ende der online übertragenen und leider nur von Jurys und Festrednern besuchten Abschlussveranstaltung von einem Festival, das sich kräftemäßig wie drei angefühlt hatte.