Das 79. Festival de Cannes wurde am 12. Mai mit der französisch-belgischen Koproduktion "La Vénus électrique" (The Electric Kiss) von Pierre Salvadori eröffnet. Der im Paris des Jahres 1928 spielende Film erzählt von der Beziehung ziwschen einem Maler und einer Schaustellerin, die sich als Medium ausgibt und ihm Kontakt zu seiner verstorbenen Ehefrau zu verschaffen verspricht. Im Internationalen Wettbewerb zeigt das Festival 22 Filme, darunter die neuen Arbeiten von Pedro Almodóvar, Cristian Mungiu, Asghar Farhadi, Andrej Svjagincev und Hirokazu Kore-eda. In der Reihe Cannes Classics werden u.a. neu restaurierte Fassungen von Bawang bieji (Lebewohl, meine Konkubine, Hongkong 1993) von Chen Kaige, Człowiek z żelaza (Der Mann aus Eisen, Polen 1981) von Andrzej Wajda, L'Innocente (Die Unschuld, Italien, Frankreich 1976) und Sanshiro Sugata, das Kinodebüt von Akira Kurosawa (Japan 1943) aufgeführt. Bei der Eröffnung wurde der neuseeländische Regisseur Peter Jackson mit einer Goldenen Palme geehrt, die gleiche Auszeichnung wird Barbara Streisand bei der Abschlusszeremonie verliehen werden.
Die Ökumenische Jury verleiht ihren Preis an einen Film aus dem Internationalen Wettbewerb. Sie vergibt ihre Auszeichnungen seit 1974.