45. Filmfestival Max Ophüls Preis

22.01.2024 bis 28.01.2024
Saarbrücken


Beim 45. Filmfestival Max Ophüls Preis in Saarbrücken hat die Ökumenische Jury ihren mit 2.500 € dotierten Preis an "Jenseits der blauen Grenze" von Sarah Neumann (Deutschland 2024) verliehen. Das Preisgeld wird von der Katholischen Erwachsenenbildung Saarland-Landesarbeitsgemeinschaft e.V. und der Landesarbeitsgemeinschaft für Evangelische Erwachsenenbildung im Saarland e.V., vertreten durch die Evangelische Akademie im Saarland, gemeinsam gestiftet. Der Film erhielt auch den Publikumspreis für den Spielfilmwettbewerb und den Preis für den besten Schauspielnachwuchs, der an Willi Geitmann verliehen wurde.

Mehrere Preise erhielt auch "Electric Fields" von Lisa Gertsch (Schweiz 2023), und zwar den Hauptpreis des Festivals, den Max Ophüls Preis, den Fritz-Raff-Drehbuchpreis und den Preis der Filmkritik (Fipresci-Preis). Der Preis für die beste Regie (Filmpreis der saarländischen Ministerpräsidentin) ging an Sara Summa für "Arthur&Diana" (Deutschland 2023).

Das Festival wurde am 22. Januar mit "Rickerl - Musik is höchstens a Hobby" von Adrian Goiginger (Deutschland, Österreich 2023) mit dem österreichischen Musiker Voodoo Jürgens in der Hauptrolle eröffnet. Die Ökumenische Jury verleiht ihren Preis an einen Film aus dem Wettbewerb Spielfilm. Weitere Wettbewerbssektionen des Festivals sind der Wettbewerb Dokumentarfilm, der Wettbewerb mittellanger Film und der Wettbewerb Kurzfilm. Der Tribute des Festivals 2024 war dem deutschen Regisseur Christian Schwochow gewidmet.

Link: Homepage des Festivals

Video: Die Ökumenische Jury beim Max Ophüls Preis 2024 (Produziert von GIO-MEDIA.COM / Giorgi Abashishvili)

 

Auszeichnungen

Regie:
2024

Dieser Film hat uns durch seine erzählerische Kraft und seine universelle Relevanz in den Bann gezogen.

Die überwältigende Kraft des Films liegt in der tiefgründigen Darstellung der aufopferungsvollen und selbstlosen Natur der Freundschaft. Die Hauptfigur steht an dem existenziellen Scheideweg ihres Lebens. Auf der einen Seite locken die sportliche Karriere und die Verbundenheit zur Familie und Heimat, während auf der anderen Seite Freiheit und tiefgreifende Freundschaft stehen. Diese dualistische Struktur spiegelt die Konflikte wider, denen Menschen immer wieder auf ihrer Lebensreise begegnen können. Die Zuschauenden geraten auf eine emotionale Achterbahnfahrt und werden Zeugen der inneren Kämpfe der tragenden Figuren.

Die subtile Inszenierung und die beeindruckende schauspielerische Leistung verleihen diesem Film eine einzigartige Intensität. Die Kameraführung, die Bildsprache und die Musik unterstreichen die inneren Konflikte und machen sie hautnah erlebbar. Es ist bemerkenswert, wie der Film es schafft, die verschiedenen Ebenen der menschlichen Existenz zu durchdringen und dabei gleichzeitig ein anspruchsvolles filmisches Niveau zu halten.

Die Botschaft des Films ermutigt, wahre Freiheit in menschlichen Beziehungen und tiefer Freundschaft zu finden.

(Foto: © Jakob Fliedner, Wood Water Films)