57. Internationales Filmfestival Mannheim-Heidelberg

06.11.2008 bis 16.11.2008
Mannheim und Heidelberg

Preisträgerin Paula Hernández, Jurypräsidentin Isolde Specka und Festivaldirektor Michael Kötz bei der Preisverleihung

2008 vergab das Festival erstmals den Filmkulturpreis Mannheim-Heidelberg für besondere Verdienste um den Erhalt und den Ausbau der Filmkultur in Deutschland. Er ging an gleich sechs Preisträger: die ZDF-Redaktion Das kleine Fernsehspiel, die Redaktion Debüt im Dritten des SWR, den Produzenten Peter Rommel, die Verleiher Thorsten Frehse und Wulf Sörgel von Neue Visionen, die WDR-Redaktion Film und Serien und Vision Kino, das Netzwerk für Film- und Medienkompetenz.

Die Ökumenische Jury vergab ihren Preis an den kanadischen Film "Borderline" von Lyne Charlebois, der auch den FIPRESCI-Preis der internationalen Filmkritik und eine Lobende Erwähnung der internationalen Jury unter Jurypräsident Edgar Reitz erhielt. Deren Hauptpreis, der Große Preis von Mannheim-Heidelberg, ging an "Lluvia" (Regen) von Paula Hernández aus Argentinien, der auch mit einer Lobenden Erwähnung der Ökumenischen Jury ausgezeichnet wurde. 

Auszeichnungen

Borderline - Kikis Story
2008

Die Ökumenische Jury vergibt ihren Preis an BORDERLINE für die façettenreiche und zeitgemäße Darstellung von Sexualität. Vor dem Hintergrund der desaströsen Kindheitserlebnisse ihrer Protagonistin Kiki richtet die Regisseurin den Fokus dahin, wo andere Filme unscharf bleiben: auf den fragwürdigen Umgang mit dem empfindungslos gewordenen eigenen Körper. Brillantes Schauspiel und gelungene Erzählweise schaffen Glaubwürdigkeit und ermöglichen es den Zuschauern, den Personen nahe zu sein.

Lluvia - Regen
2008

Die Jury vergibt eine Lobende Erwähnung an "Lluvia - Regen" für die bis ins Detail liebevolle Beschreibung einer Begegnung. Der Film zeigt eine Frau und eine Mann, deren Wege sich kreuzen, als beide an Wendepunkten in ihrem Leben für einen Moment stehen bleiben. In einem eng gestecktem räumlichen und zeitlichen Rahmen gelingt es der Regisseurin, ein Wechselspiel von gegenseitigem sich Annähern und Entfernen zu entwickeln, aus dem die beiden gestärkt hervorgehen.