© Yu Zhe

Der Filmtheoretiker Siegfried Kracauer formulierte einst, dass der Film es vermag, „gewöhnliche unsichtbare Dinge" zu zeigen, um Aspekte der Wirklichkeit zu beschreiben, die technisch gesehen sichtbar sind, im Alltag aber meist unbemerkt bleiben. Das Kino zeigt in seinen besten Momenten genau diese flüchtigen, alltäglichen, scheinbar banalen Augenblicke, die wir gewöhnlich übersehen oder ignorieren. Die Ökumenische Jury möchte ihren Preis an einen Film verleihen, der zugleich schlicht und ungemein poetisch, vielschichtig und emotional berührend ist. Der Filmemacher schafft einen filmischen Raum, nutzt das Licht, um über Licht nachzudenken, und macht es zu einer Lebenslinie oder – wenn man es so sehen möchte – zur spirituellen Gegenwart des Lebensflusses. 

Festivals

"Hei Dong Dong" (Dark Channel, China 2025) von Yu Zhe hat den Preis der Ökumenischen Jury im internationalen Wettbewerb der Kurzfilmtage Oberhausen 2026 gewonnen. Die Ökumenische Jury im Kinder und Jugendfilmwettbewerb vergab ihren Preis an "Just Jools" (Belgien 2025) von Ezra Verbist.

Movie search