Vincent Lindon in "Un bon petit soldat" (© Christine Tamalet 2026, Gaumont, France 3 Cinema)

Carla Moretti, hervorragend dargestellt von Alba Rohrwacher, ist von ihrer Arbeit bei einer Versicherungsgesellschaft völlig eingenommen und kommuniziert mit ihrem Sohn ausschließlich über das Handy. Der Film hält der Heuchelei einer Arbeitskultur den Spiegel vor, die von Inklusion, Menschlichkeit und Freude spricht und gleichzeitig Wettbewerb, Produktivität und Profit belohnt. Mit großer Intensität und stilistischer Kohärenz deckt der Film die ethischen Widersprüche des Kapitalismus auf. Er richtet einen eindringlichen Appell an alle Zuschauerinnen und Zuschauer: So geht Menschlichkeit verloren – eine Herausforderung für unser christliches Gewissen. Indem der Film die Widersprüche unseres vorherrschenden Wertesystems aufdeckt, lädt er dazu ein, neu zu überdenken, was – und wen – wir wertschätzen wollen.

Festivals

Am 2. September wird die 83. Mostra Internazionale d'Arte Cinematografica mit "Ink" von Danny Boyle eröffnet. Die INTERFILM-Jury verleiht einen Preis zur Förderung des interreligösen Dialogs.

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