-
Chemnitz

Die Ökumenische Jury beim 31. SCHLiNGEL in Chemnitz 2026 verlieh ihren Preis an „Eu contez“ (I Matter), das Regiedebut der rumänischen Schauspielerin und Regisseurin Alina Șerban, sowie eine Lobende Erwähnung an den chilenischen Animationsfilm „Brave Cat“ von Gabriel Osorio Vargas. Die Hauptpreise des Festivals gingen an „Einfach zu alt für Märchen“ (Za duzy na bajki 3, Polen 2026) von Kristoffer Rus (Hauptpreis der Sächsischen Landesanstalt für Medien), „Lord“ (Deutschland 2026) von Caren Wuhrer (Hauptpreis der Stadt Chemnitz) und an „Winski und der Schatz der Wikinger“ (Vinski 2, Finnland 2026) von Juha Wuolijoki (Europäischer Kinderfilmpreis). Die Jury der Europäischen Kinderfilmvereinigung (ECFA) vergab ihren Preis an „Der Regenbogenfisch“ (Regie: Florian Moch, Deutschland, Schweiz 2026), der auch den Publikumspreis gewann. Die Jury der internationalen Filmkritik (Fipresci) zeichnete den Animationsfilm „Iron Boy“ aus (OT: Le corset, Regie: Louis Clichy, Frankreich, Belgien 2026).

Mit der deutschen Produktion "Sammy und Frida - Chaos mit Sense" wurde am 2. Oktober das 31. Internationale Filmfestival für Kinder und Jugendliche SCHLiNGEL im Opernhaus Chemnitz eröffnet. Im Mittelpunkt des Films von Katja Benrath steht Frida, der "kleine Tod in Ausbildung", die gemeinsam mit dem jungen Samuel das Leben kennenlernen soll. Im Rahmen der Eröffnung wurde die chilenische Animationspionierin Vivienne Barry mit dem Ehrenschlingel für ihr Lebenswerk ausgezeichnet. Schwerpunkt des Festivals ist in diesem Jahr Polen.

Die Ökumenische Jury vergibt wettbewerbsübergreifend ihren Preis an einen Film aus den Wettbewerbskategorien Kinderfilm, Juniorfilm (für 11- bis 13jährige) und Jugendfilm (ab 14). Weitere Filme laufen im Kurzfilmwettbewerb, im nationalen Wettbewerb Blickpunkt Deutschland und im internationalen Animationsfilmwettbewerb sowie in Nebenprogrammen.

Link: Festival-Website

Auszeichnungen
I Matter
2026

"Eu contez" nimmt uns mit in die Lebenswelt einer jungen Frau, die sich mit einer erstaunlichen Widerstandskraft und mutig, aber nicht ungebrochen, gegen die Zuschreibungen und Erwartungen ihrer Umgebung behaupten muss. Dabei verzichtet er auf einfache Gegensätze und vorschnelle Urteile, er ist schmerzhaft, ohne hoffnungslos zu werden. Dieser Film ist nicht nur ein Ausschnitt aus der prekären Realität einer jungen Romni oder die filmische Verarbeitung des eigenen Aufwachsens der Regisseurin in einem Heim. Er erzählt auch eine universelle Geschichte über die Suche nach Zugehörigkeit, die Überwindung von Scham und das Ringen um das Recht, das eigene Leben zu gestalten – und er gibt den Erfahrungen jener jungen Menschen einen künstlerischen Raum, deren Stimmen sonst im Getöse von Rassismus, Klassismus und Adultismus leise zu werden drohen.

Kona - Die mutige Katze
2026

Der Film zeigt, dass Vergebung Mut braucht. Seine zentrale Botschaft lautet: “Wir sind keine Feinde, wir sind alle gleich!”

Jury

Ökumenische Jury

Movie search