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Locarno

Claudia Campoli © Locarno Film Festival

Beim Filmfestival Locarno 2026 hat die Ökumenische Jury ihren mit 10.000 CHF dotierten Preis, gestiftet von der katholischen Kirche und der Reformierten Kirche in der Schweiz, an den Film "Nun Dul Dega Eomne" (Nowhere to Lay My Eyes, Südkorea 2026) von Hong Sangsoo verliehen. Der Film erhielt, außerdem den Preis für die beste Regie und den besten Hauptdarsteller (Kim Minhee). Der Goldene Leopard der Festivaljury ging an "Nu e locul tau aici" (You Don't Belong Here, Rumänien 2026) von Florin Șerban. Mit dem Preis der internationalen Filmkritik (Fipresci) wurde "Lejos de los árboles" (Far From the Trees, Spanien, Peru, Italien 2026) ausgezeichnet.

Am 5. August wird das 79. Filmfestival Locarno mit dem Film "Les yeux verts" von Fanny Liatard und Jérémy Troulin (Frankreich, Belgien, Schweden 2026) eröffnet. Die Ökumenische Jury vergibt ihren Preis an einen Film aus dem internationalen Wettbewerb.

Publikumsattraktion des Festivals sind die Open-Air-Vorstellungen auf der Piazza Grande, auf der auch der Eröffnungsfilm gezeigt wird. Neben dem internationalen Wettbewerb stehen weitere Wettbewerbssektionen wie der Concorso Cineasti del Presente, der dem "Kino der Zukunft" gewidmet ist, und die Pardi di Domani mit drei Wettbewerben (international, national und Kurzfilm) für Nachwuchsfilmer. Die Retrospektive unter dem Titel "Red & Black - Hollywood Left and the Blacklist" ist den amerikanischen Filmkünstlern gewidmet, die in der paranoiden McCarthy-Ära des Kommunismus verdächtigt wurden und entweder gar nicht mehr oder nur unter Pseudonym weiterabeiten konnten. Filmgeschichte zeigt auch die Sektion Histoire(s) du Cinéma mit neu restaurierten Klassikern. Die Ehrenpreise des Festivals gehen an Isabella Rossellini (Excellence Award), Darren Aronovsky (Parda d'Onore), James Gray (Pardo alla Carriera) und Asia Argento (Life Achievement Award).

© Linde Fröhlich/INTERFILM

Link: Website des Festivals

Link: Website der Ökumenischen Jury

Auszeichnungen
Nowhere to Lay My Eyes
2026

Worauf lenken wir den Blick in unserem Leben? Sehen wir das Offensichtliche oder das Unsichtbare? Wie erzählen wir eine Geschichte der Wahrheit? "Nun Dul Dega Eomne" nimmt uns mit auf eine kurze Reise zu einem Familientreffen, in dem Erwartungen und Beziehungen wieder aufgenommen werden können. Dialoge entwickeln sich als kostbare Perlen universeller und existenzieller Themen und bieten eine intensive Reflexion an über Kreativität und Kunst. Der Film erreicht eine ausserordentliche menschliche Tiefe im nur scheinbar Oberflächlichen. Mit grosser Empathie und subtilem Humor erkundet er Entfremdung und wie schwierig es sein kann, sich wirklich zu sehen und wechselseitig anzunehmen. (Foto: Jeonwonsa Film)

Jury

Ökumenische Jury

Die Ökumenische Jury vergibt einen mit 10.000 CHF dotierten Preis, gestiftet von den Reformierten Kirchen und der Katholischen Kirche der Schweiz.

Präsidentin

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