Beim Filmfestival Locarno 2026 hat die Ökumenische Jury ihren mit 10.000 CHF dotierten Preis, gestiftet von der katholischen Kirche und der Reformierten Kirche in der Schweiz, an den Film "Nun Dul Dega Eomne" (Nowhere to Lay My Eyes, Südkorea 2026) von Hong Sangsoo verliehen. Der Film erhielt, außerdem den Preis für die beste Regie und den besten Hauptdarsteller (Kim Minhee). Der Goldene Leopard der Festivaljury ging an "Nu e locul tau aici" (You Don't Belong Here, Rumänien 2026) von Florin Șerban. Mit dem Preis der internationalen Filmkritik (Fipresci) wurde "Lejos de los árboles" (Far From the Trees, Spanien, Peru, Italien 2026) ausgezeichnet.
Am 5. August wird das 79. Filmfestival Locarno mit dem Film "Les yeux verts" von Fanny Liatard und Jérémy Troulin (Frankreich, Belgien, Schweden 2026) eröffnet. Die Ökumenische Jury vergibt ihren Preis an einen Film aus dem internationalen Wettbewerb.
Publikumsattraktion des Festivals sind die Open-Air-Vorstellungen auf der Piazza Grande, auf der auch der Eröffnungsfilm gezeigt wird. Neben dem internationalen Wettbewerb stehen weitere Wettbewerbssektionen wie der Concorso Cineasti del Presente, der dem "Kino der Zukunft" gewidmet ist, und die Pardi di Domani mit drei Wettbewerben (international, national und Kurzfilm) für Nachwuchsfilmer. Die Retrospektive unter dem Titel "Red & Black - Hollywood Left and the Blacklist" ist den amerikanischen Filmkünstlern gewidmet, die in der paranoiden McCarthy-Ära des Kommunismus verdächtigt wurden und entweder gar nicht mehr oder nur unter Pseudonym weiterabeiten konnten. Filmgeschichte zeigt auch die Sektion Histoire(s) du Cinéma mit neu restaurierten Klassikern. Die Ehrenpreise des Festivals gehen an Isabella Rossellini (Excellence Award), Darren Aronovsky (Parda d'Onore), James Gray (Pardo alla Carriera) und Asia Argento (Life Achievement Award).