Mit allen Ressourcen und der Autorität des Staates im Rücken ist die junge Staatsanwältin Seyo Kim entschlossen, der rechtsextremen Gewalt in Ostdeutschland entgegenzutreten. Doch als sie selbst zur Zielscheibe wird – und einen rassistischen Anschlag auf ihr Leben überlebt –, beschließt Seyo, auf eigene Faust zu ermitteln, womit sie sich über ausdrückliche Anweisungen ihrer Vorgesetzten hinwegsetzt und ihr Leben noch weiter gefährdet. Schließlich gelingt es Seyo, einen der Angreifer vor Gericht zu bringen, und sie kämpft darum, ihn als Teil eines größeren rechtsextremen Netzwerks zu entlarven. Sie durchforstet die Archive ihrer Behörde, rollt längst abgeschlossene „Einzelfälle“ wieder auf und bringt scheinbar harmlose Zeugen dazu, ihre Verbindungen offenzulegen – nicht nur zu dem Netzwerk, sondern auch zu dem Anschlag auf ihr eigenes Leben. Die deutsche Staatsanwaltschaft ist die objektivste Institution der Welt – so lautet zumindest der Mythos. Doch im Laufe des Prozesses erfährt Seyo am eigenen Leib, was es bedeutet, die Durchsetzung der Gerechtigkeit einem Staat anzuvertrauen, der mit zweierlei Maß misst und rechtsextreme Gewalt nicht nur verharmlost, sondern zuweilen sogar schützt. (Festivalinformation, Miskolc 2026)
Prosecution
Regie
2026
Auszeichnungen
Information
Festivals
22. CineFest Miskolc - Internationales Filmfestival
"Staatsschutz" von Faraz Shariat hat den Preis der Ökumenischen Jury in Miskolc 2026 gewonnen. Den Emeric Pressburger Preis für den besten Film verlieh die Festivaljury an "L'Espéce explosive" von Sarah Arnold.