Regie
1977
SAN GOTTARDO ist vor allem ein Film über die Migration, über die « Völkerwanderung », welche der Eisenbahn-Tunnelbau damals (1872-1882), wie der Strassentunnel heute (1969-1980) verursacht hat. Leute zogen von einem Land ins andere, von einem Kulturbereich in den anderen, und Gesellschaftsformen wurden miteinander konfrontiert.
Der Film spielt sich ab zwischen zwei Denkmalenthüllungen: Die Enthüllung des Escher-Denkmals auf dem Zürcher Bahnhofplatz bildet den Schluss. Dazwischen wird gezeigt, was alles unter den Tüchern lag, wie Bürgertum und Arbeiterschaft vom Gotthardtunnel-Bau geprägt wurden. (Villi Hermann)