75. Internationales Filmfestival Venedig

29.08.2018 bis 08.09.2018
Venedig
Roma (Alfonso Cuarón)

Goldener Löwe: "Roma" von Alfonso Cuarón

„Tel Aviv On Fire“ von Sameh Zoabi hat den INTERFILM-Preis für die Förderung des interreligiösen Dialogs bei der 75. Mostra internazionale d’arte cinematografica in Venedig gewonnen. Szenarist Daniel Kleinman nahm den Preis stellvertretend für den Regisseur entgegen. Der Film wurde in der Sektion Orizzonti gezeigt. Hauptdarsteller Kais Nashif wurde von der Orizzonti-Jury als Bester männlicher Darsteller ausgezeichnet.

Den Goldenen Löwen verlieh die internationale Festivaljury unter Jury-Präsident Guillermo del Toro an „Roma“ von Alfonso Cuarón, der auch von der SIGNIS-Jury als Bester Film ausgezeichnet wurde. Der Grand Prix der Jury ging an „The Favourite“ von Yorgos Lanthimos. Die Jury der internationalen Filmkritik (Fipresci) zeichnete den ungarischen Wettbewerbsbeitrag „Sunset“ von László Nemes mit ihrem Preis aus.

Mit der amerikanischen Produktion "First Man" von Damien Chazelle wurden die 75. Internationalen Filmfestspiele von Venedig am 29. August eröffnet. Der Film bezieht sich auf die Mondlandung der Apollo 11 im Jahr 1969, bei der Neil Armstrong als erster Mensch seinen Fuß auf den Mond setzte. Im Wettbewerb standen außerdem Filme von Olivier Assayas, den Brüdern Coen, Jacques Audiard, Mike Leigh und anderen.

Die INTERFILM-Jury vergibt den 8. INTERFILM-Preis zur Förderung des interreligiösen Dialogs. Der Preisträger wird aus einer der beiden Wettbewerbssektionen - internationaler Wettbewerb und Orizzonti - ausgewählt. Für die Auszeichnung zieht die Jury Filme in Betracht, die zur interreligiösen Verständigung beitragen.

Für ihr Lebenswerk wurden der kanadische Regisseur David Cronenberg und die britische Schauspielerin Vanessa Redgrave mit einem Goldenen Löwen ausgezeichnet.

 

Link: Website des Festivals

Auszeichnungen

Regie:
2018

Diese provokative, spielerische und glänzende Komödie bietet einen überraschenden Blick auf einen der schmerzvollsten Konflikte unserer Zeit. Ein palästinensischer Drehbuchautor arbeitet zuerst unfreiwillig mit einem israelischen Offizier zusammen und verbessert dadurch die TV-Serie Tel Aviv on Fire. Der Film thematisiert die schwierige Grenze zwischen harter Realität und romantischen Träumen. Damit werden Identitäten verändert und ein imaginärer Raum für den Dialog geöffnet.

Mehr zum Festival

In «Tel Aviv on Fire» wird die Grenze zwischen Israel und Palästina immer wieder überschritten und dies in vielschichtiger Weise. Auf komische Art wird dabei das richtige Leben zur Inspiration für die gleichnamige TV-Serie im Film: «Tel Aviv on Fire».