Die Ökumenische Jury beim 40. Festival International du Films in Fribourg hat ihren mit 5.000 CHF dotierten Preis an den Spielfim "The Sun Rises on Us All" (OT: Ri gua zhong tian, China 2025) von Cai Shangjun verliehen, der die bittere Geschichte einer mit Schuld belasteten Liebesbeziehung erzählt. Der Grand Prix des Festivals ging an "Divine Comedy" von Ali Asgari (Iran 2025), eine Satire über die Absurdität von Bürokratie und Zensur im Iran, der Special Jury Award an "My Father's Shadow" (Nigeria, Großbritannien 2025), das Spielfilmdebut von Akinola Davies Jr., der von zwei Brüdern und ihrem Vater handelt, die im Lagos von 1993 die Auseinandersetzungen um den Ausgang der nigerianischen Präsidentschaftswahlen erleben. "Honeymoon" von Zhanna Ozirna (Ukraine 2024) über die Beziehung eines jungen Paares während der russischen Angriffe auf die ukrainische Zivilbevölkerung gewann den Critics' Choice Award und den Youth Jury Award.
Das Festival wurde am 20. März mit dem libanesischen Spielfilm "A Sad and Beautiful World" (Nujum al'amal w al'alam, Libanon, Deutschland, USA, Saudi-Arabien, Katar 2025) von Cyril Aris eröffnet. Es ist Filmen aus dem globalen Süden (Afrika, Asien und Lateinamerika) sowie aus Osteuropa gewidmet. Neben den beiden Wettbewerben für Lang- und für Kurzfilme umfasste das Festivalprogramm mehrere Parallelsektionen: Genrekino, eine Hommage zum inzwischen eingestellten Filmförderfonds Vision Sud Est, den Länderschwerpunkt "Neues Territorium" (in diesem Jahr zu Kolumbien) und eine Auswahl aus der 1. Ausgabe des Festivals unter dem Titel "Entschüsselt", aus Anlass des Jubiläumsjahrgangs. Außerdem stellte die Trägerin des neu geschaffenen Fribourg Cinema Awards, Kaouther Ben Hania aus Tunesien, eine Reihe ihrer Lieblingsfilme vor. Die Regisseurin hat zuletzt durch ihre in Venedig uraufgeführte Dokufiktion "The Voice of Hind Rajab" internationale Aufmerksamkeit gefunden.