74. Locarno Film Festival

04.08.2021 bis 14.08.2021
Locarno

Die Piazza Grande in Locarno (Foto: © Regula Renschler)

Der Schweizer Film "Soul of a Beast" von Lorenz Merz hat den Preis der Ökumenischen Jury in Locarno 2021 gewonnen. Der Goldene Leopard ging an den philippinischen Wettbewerbsbeitrag "Seperti dendam, rindu harus dibayar" (Vengeance is Mine, All Others Pay Cash) von Edwin, der Spezialpreis der Internationalen Jury unter dem Vorsitz der amerikanischen Regisseurin Elisa Hittman an "Jiao ma tang hui" (A New Old Play) von Qiu Jiongjiong, eine Koproduktion von Hongkong und Frankreich. Der Preis der Internationalen Filmkritik (Fipresci) wurde an "Paradis sale" (After Blue) von Bertrand Mandico aus Frankreich verliehen.

Nach einer Online-Ausgabe im Jahr 2020 mit dem Titel "Für die Zukunft des Films" wurde das 74. Filmfestival Locarno am 4. August 2021 auf der Piazza Grande mit Publikum und Gästen vor Ort eröffnet. Für den künstlerischen Leiter Giona A. Nazzaro war es die erste Festivalausgabe. Als Eröffnungsfilm auf der Piazza hatte Nazzaro den Politthriller "Beckett" des italienischen Regisseurs Ferdinando Cito Filomarino ausgewählt. Die Retrospektive war Alberto Lattuada gewidmet.

Am Concorso internazionale nahmen 17 Filme aus Hongkong, Indonesien, Libanon, Nigeria, Russland und einer Reihe von europäischen Ländern teil, die sich um den Pardo d'oro und den Preis der Ökumenischen Jury bewarben. Insgesamt wurden auf dem Festival 209 Filme gezeigt.

Link: Gespräch mit Jurymitglied Ingrid Glatz zu Kirche, Film und Festivals

Link: Website des Festivals

 

Auszeichnungen

Regie:
2021

Lorenz Merz' "Soul of a Beast" ist eine Hommage an das Medium Film und eine mutige Geschichte voller Seele, verkörpert von jungen Menschen. Der Film nimmt die Zuschauer mit auf eine fiebrige Heldenreise, die an der Zürcher Langstrasse beginnt, und lässt sie die Welt durch die tief blauen Augen von Gabriel sehen. Hin und her gerissen zwischen dem Ruf der Wildnis und dem Wunsch nach Familie, führt Gabriel dem Zuschauer vor Augen, dass ein Mensch wie er nur in Beziehung zu anderen er selbst sein kann. Gabriel erkennt, dass er frei ist, wenn er sich für das Gute entscheidet.

Mehr zum Festival

Gabriel ist ein Teenie-Vater, der auf dem Skateboard auf einer fiebrigen Heldenreise zwischen der Zürcher Langstrasse und der Goldküste unterwegs ist. Lorenz Merz kleckert nicht, sondern klotzt – und gewinnt mit „Soul of a Beast“ den Preis der Ökumenischen Jury.