Beim 42. Filmfest München (27. Juni bis 6. Juli 2025) hat die Jury der Interfilm Academy Munich den One-Future-Preis an "Born to Fake" von Erec Brehmer und Benjamin Rost verliehen, der sich mit dem Medienskandal um Michael Born auseinandersetzt. Eine Lobende Erwähnung ging an "Jouer avec le feu (The Quiet Son)" von Delphine und Muriel Collin, der von der Beziehung ziwschen einem linksorinetierten Vater und seinem in die rechtsradikale Szene abdriftenden Sohn erzählt. Einen Ehrenpreis vergab die Jury an Peter Maffay.
In der Begründung der Jury heißt es: "BORN TO FAKE ist ein wahrhaft provokanter Dokumentarfilm, der zum Nachdenken anregt. Er beschäftigt sich mit der Frage: Warum glauben wir eigentlich, was wir sehen? (...) BORN TO FAKE ist ein wichtiger Beitrag zur aktuellen gesellschaftlichen Diskussion, der die Menschen auch dazu inspirieren soll, kritisch mit den eigenen Vorstellungen von Berichterstattung und Medien umzugehen."
Zu ihrer Lobenden Erwähnung schreibt die Jury: "Das starbesetzte Drama JOUER AVEC LE FEU, zwischen Abnabelung, Sinnsuche und Faschismus, löste bei den Zuschauern wie danach auch in der Jury eine große Debatte aus (...). Im Geiste von Klaus von Dohnanyi regt der Film an, dass wir auch mit Andersdenkenden sprechen müssen, wenn wir Frieden haben wollen."
Mitglieder der Jury waren Pfarrer Eckart Bruchner (Vorsitzender), Gründer der Interfilm-Akademie und Stifter des Preises, die Regisseurin und Fotografin Ileana Comsmovici und die Moderatorin und Schauspielerin Christine Weissbarth. Beratende Mitglieder waren Galina Antoschewskaja, Bhagu T. Chellaney, Nikola Isabella Horn und Natalia Putintseva.
Mit dem One-Future-Preis werden Filme aus dem Programm des Filmfests München ausgezeichnet, die in ethisch und ästhetisch überzeugender Weise den Gedanken umsetzen, dass die Menschen eine einzige unteilbare Zukunft haben.