Preisverleihung des One-Future-Preises 2026, v.l.: Galina Antoschewskaja, Preisträgerin Helena Hufnagel, Pfr. Eckart Bruchner, Ileana Cosmovici und Christine Weißbarth (© Franz Indra)


Beim 43. Filmfest München (25.6.-4.7.2026) hat eine Jury der Interfilm Academy Munich den 41. One-Future-Preis vergeben. Der Preis ging ex aequo an den Dokumentarfilm "Was haben wir gelacht" von Eva Müller und Isabel Schneider (Deutschland 2026) und an die Spielfilmkomödie "Liebelingsmenschen - Die außergewöhnliche Freundschaft von Agnes & Amir" von Helena Hufnagel (Deutschland 2026), der auch den Publikumspreis des Festivals gewann.

In der Begründung der Jury für "Was haben wir gelacht" heißt es: "Der Dokumentarfilm führt uns zurück in das deutsche Unterhaltungsfernsehen der 1990er und frühen 2000er Jahre zu der Frage: „Worüber hat man damals eigentlich gelacht?“ und legt die tradierten Muster offen, die Frauen dabei zum Objekt „zweiter Rolle“ degradieren. Der Film lädt ein, dieses gewohnte Verhalten nicht mehr zu bewahren, sondern kritisch zu hinterfragen und eigene Denkmuster zu überprüfen. Mit seiner klugen, humorvollen sowie tiefgründigen Auseinandersetzung mit Erinnerung, Verantwortung und gesellschaftlichem Wandel ist der Film ein wichtiger Beitrag zum nötigen Dialog für die Gegenwart und ebenso für das Morgen. Der Film zeigt auf, dass Zukunft dort beginnt, wo wir bereit sind, uns auch gegenüber Frauen respektvoller zu benehmen – und vielleicht dabei auch anders zu lachen."

Zu "Lieblingsmenschen - Die außergewöhnliche Freundschaft von Agnes & Amir" schreibt die Jury: "Dieser alle Generation ergreifende, professionell gestaltete Spielfilm ermutigt angesichts der vielschichtigen gesellschaftlichen Probleme in Deutschland (und anderswo) Zuschauer*innen, nicht aufzugeben, sondern sich kreativ den jweiligen sozialen Herausforderungen zu stellen und diese fantasiereich auch zu meistern."

Mitglieder der Jury waren Pfr. Eckart Bruchner, Christine Weißbarth, Ileana Comsmovici und Galina Antoschewskaja.