© DoP Myrthe Mosterman

Der Film TRULY NAKED unterscheidet klar zwischen sexuellem Missbrauch, reiner Liebe und Zärtlichkeit. Er entlarvt erfolgreich die Welt der Pornografie und verfolgt dabei die ambivalente Beziehung zwischen einem Vater und seinem Sohn. Der Film führt zu einer veränderten Wahrnehmung der expliziten Fotos und Videos, in denen wir – oft verzweifelte – Menschen sehen.

Im Mittelpunkt des Films steht eine tiefgründige Reflexion über den Unterschied zwischen Darbietung und authentischer Begegnung, zwischen dem Beobachten von Intimität und dem tatsächlichen Erleben derselben. Durch seine einfühlsame und zutiefst menschliche Erzählweise erinnert uns der Film daran, dass echte Verbundenheit nicht künstlich hergestellt oder vorgetäuscht werden kann, sondern durch Vertrauen, Verletzlichkeit sowie gegenseitige Begegnung und Anerkennung entsteht. Der Film lädt dazu ein, über Etiketten, Vorurteile und gesellschaftliche Stigmatisierung hinauszuschauen, um die Würde jedes einzelnen Menschen anzuerkennen.

Die ökumenische Jury empfiehlt diesen Film für Vorführungen und Diskussionen insbesondere mit jungen Menschen, um deren Urteilsvermögen hinsichtlich der Inhalte in den Online-Medien zu schärfen.

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